anti-russische Lobby verhindert Besuch des Roskosmos Chef Dmitri Rogosin

Dmitri Rogosin, der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, darf die USA nicht besuchen. Nasa-Chef Jim Bridenstine, der Rogosin im Oktober zu einem Vortrag an der Rice-Universität in Texas eingeladen hatte, schickte ihm eine Absage. Mehrere US-Senatoren hatten diese Absage gefordert, weil Rogosin den Sanktionen unterliegt, die die USA, Europa und andere Staaten gegen russische Politiker verhängt haben, die in die Annektion der Krim Anfang 2014 verwickelt waren. Rogosin war seinerzeit stellvertretender Ministerpräsident und für die Militär- und Raumfahrtindustrie zuständig. Der NASA Chef Jim Bridenstine und Dmitri Rogosin haben sich erstmals am 11. Oktober zum Start einer neuen Besatzung für die Internationale Raumfahrtstation getroffen – der start endete mit dem Absturz der Rakete und der Notlandung des Raumschiffes Sojus MS-10. Bei eben diesem Treffen hat der NASA Chef den Roskosmos Chef zu diesem Vortrag eingeladen, dafür hatte das US-Finanzministerium das Einreiseverbot aufgehoben.

Eigentlich war die ISS, und damit die Raumfahrt an sich immer ein Zeichen für eine Internationale Zusammenarbeit, selbst unter Ländern, unter denen es Spannungen gibt. Jetzt wird aber auch diese Zusammenarbeit in der Forschung durch die Sanktionen gestört.