Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre

Der Space Rider, den die European Space Agency (Esa) seit 2016 entwickelt, wird eine wiederverwendbare, unbemannte Raumfähre sein, die zu Forschungszwecken in den Erdorbit geschickt werden soll. Seine Bestimmung: wissenschaftliche Nutzlasten mit ins All zu nehmen und sie nach erfüllter Mission zurück zur Erde zu bringen.

Das Raumfahrzeug soll im niedrigen Erdorbit operieren, also in Höhen von 200 bis 2.000 Kilometer. Diese Bahnen sind mit vergleichsweise geringem Energieaufwand erreichbar. Auch die Internationale Raumstation ISS mit etwa 400 Kilometern Bahnhöhe kreist in diesem Bereich. Ein Space-Rider-Start von dem in Äquatornähe befindlichen Weltraumbahnhof Kourou wäre also sehr wirtschaftlich. Als Trägerrakete will die Esa die seit 2012 genutzte Vega-Rakete verwenden. Vom Aussehen her erinnert der Space Rider ein bisschen an die Ranger-Raumschiffe aus dem Film Interstellar. Das fertige Fahrzeug wird 4,50 Meter lang sein und beim Start um die drei Tonnen wiegen. Es soll bis zu 800 Kilogramm Nutzlast befördern können.