Earth observation image of the week: Meeting of waters

Die Kopernikus Sentinel-2-Mission führt uns über das „Meeting of waters“ in Brasilien – dort, wo sich der Rio Negro und der Solimões zum Amazonas verbinden.

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Der schwarz sichtbare Rio Negro ist der größte Nebenfluss des Amazonas und der größte Schwarzwasserfluss der Welt. Er fließt 2300 km von Kolumbien entfernt, und seine dunkle Färbung erhält er durch Blatt und Pflanzen, die in seinem Wasser zerfallen und aufgelöst sind.

Der Rio Negro steht in starkem Kontrast zum Fluss Solimões – direkt darunter sichtbar -, der seine braune Farbe seinem reichen Sedimentgehalt an Sand, Schlamm und Schlamm verdankt. Der Fluss Solimões mündet nach rund 1600 km in den Rio Negro und bildet zusammen diesen wichtigen Knotenpunkt.

Aufgrund von Unterschieden in Temperatur, Geschwindigkeit und Wasserdichte fließen die beiden Flüsse nach dem Zusammenlaufen einige Kilometer lang nebeneinander, bevor sie sich schließlich vermischen.

Manaus, die größte Stadt im Amazonasbecken, ist am Nordufer des Rio Negro zu sehen. Obwohl Manaus 1500 km vom Meer entfernt ist, ist es ein wichtiger Binnenhafen. Das Adolfo Ducke Forest Reserve ist im Nordosten der Stadt sichtbar. Der fast quadratische Landblock ist ein nach dem Botaniker Adolfo Ducke benanntes Schutzgebiet und dient der Erforschung der Biodiversität.

Kopernikus Sentinel-2 ist eine Zwei-Satelliten-Mission. Jeder Satellit trägt eine hochauflösende Kamera, die die Erdoberfläche in 13 Spektralbändern darstellt und dazu beitragen kann, Veränderungen der Landbedeckung und der Binnengewässer zu überwachen.

Dieses Bild, das am 7. Februar 2018 aufgenommen wurde, wird auch auf dem Videoprogramm Earth from Space gezeigt.