DLR beteiligt sich an europäischer Cloud-Struktur GAIA-X

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt sich als eine der ersten Forschungseinrichtungen an der Entwicklung eines Konzepts für eine neue europäische Cloud-Infrastruktur GAIA-X. Das DLR stelle für einen solchen sogenannten Hyperscaler einen Anwendungsfall aus der Erdbeobachtung,  heißt es in einer Pressemitteilung.

Was ist Gaia X ?

Gaia X soll eine Europäische Cloud werden. Also eine Plattform die zur Datenspeicherung genutzt werden kann. Die Datencloud soll demnach unter anderem die Ressourcen europäischer Firmen bündeln und eine „leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa“ schaffen, heißt es in einem Papier zum Projekt. Deutsche Großunternehmen wie Bosch, SAP, Telekom, Deutsche Bank und Siemens sollen maßgeblich an der Entwicklung beteiligt sein, ebenso wie weitere europäische Partner, vor allem aus Frankreich. Sie sollen einen sogenannten Hyperscaler aufbauen: ein System, bei dem die Serverkapazitäten verschiedener Unternehmen zusammengeschlossen werden, damit ein ebenso leistungsfähiges wie skalierbares IT-Netz entsteht. Hier sollen eben auch die Forschungsdaten aus der Weltraumforschung untergebracht werden.Dabei handelt es sich um enorme Datenmengen. Im DLR-Projekt Space4Cities handele es sich um ein Volumen in Höhe von rund 16 Petabyte, was einer Speicherkapazität von 22 Millionen CDs oder 2 Millionen Film-DVDs entspricht. Gaia X soll ähnlich wie die AWS Cloud von Amazon oder die Google Cloud funktionieren. Nur das die Cloud in Europa Positioniert ist und von Europäischen Unternhemen geführt wird.