Das Ende unseres Sonnensystems ist wie eine Grenze

Vor 41 Jahren starteten die beiden Raumsonden Voyager zu ihrer Erkundungstur ins Weltall. Sie besuchten mehrere Planeten im Sonnensystem. Schließlich flogen sie einfach weg von der Sonne. Keine von Menschen gebauten Geräte waren uns je ferner und funkten Daten zurück. Nun also bewegt sich auch Voyager 2 im Grenzbereich unseres Sonnensystems, dort im interstellaren Raum, einem sternfernen Gebiet. Die Auswertung der Messdaten der Sonde zeigen dabei eine erstaunlich scharfe Grenze des Innenraums unseres Sonnensystems. Dies zeigen die Analysen, die fünf Forscherteams im Magazin Nature Astronomy veröffentlichen (Stone et al.; Richardson et al.; Gurnett et al.; Burlaga et al.; Krimigis et al., 2019). Die Grenzregion in unserem Sonnensystem wird als Heliopause bezeichnet. Sie trennt die Ausläufer des Sonnenwinds vom interstellaren Raum. Laut des Voyager-Chefwissenschaftlers Edward Stone vom California Institute of Technology habe man nun eine Vorstellung davon, „wie groß die Blase ist, die die Sonne in das interstellare Medium eingeschnitten hat“.