Raumfahrtunfälle bei denen Menschen Starben

Wie bei fast allen Revulotionären neune Technologien gibt es Opfer auf dem Weg zum Ziel. Ob es der Elefant des Thomas Edison ist, der zu vorführzwecken hingerichtet wurde, oder die Explosion einer Dampflock. Der erste Eisenbahnunfall ereignete sich am 31.Juli 1815, eine Lokomotive explodierte, es gab 3 Tote und 50 Verletzte, mehrere von ihnen erlagen schliesslich an ihren Verletzungen. Auch in der Raumfahrt kam es zu Unfällen die Menschen das Leben gekostet haben. Der erste passierte bereits 1966 auf Sowjetischer Seite.

14. Dezember 1966 – Sojus Rakete

Am 14. Dezember 1966 sollte die zweite jemal gebaute Rakete Typ Sojus in einem Unbemannten Flug getestet werden. Da die Triebwerke nicht korrekt arbeiteten, wurde der Start noch auf der Startrampe abgebrochen. 27 Minuten später zündete während des Enttankens der Rakete das Kosmonauten-Notfall-Rettungssystem, woraufhin die gesamte Rakete in Brand geriet und kurz darauf explodierte. Mindestens eine Person kam dabei ums Leben.

27. Januar 1967 – Apollo 1

Während der Startsimmulation brach auf der Apollo-Kommandokapsel feuer aus. Die Rakete stand zu dem Zeitpunkt startbereit auf der Rampe. drei Astronauten Virgil Grissom, Edward H. White und Roger B. Chaffee starben.

24. April 1967 – Sojus 1

Bei Sojus 1 traten im Orbit mehrere Probleme mit der Energieversorgung und Lageregelung auf. Bei der Landung verblieb der Hauptschirm im Behälter, der Reserveschirm konnte sich im Windschatten des nicht abwerfbaren Hilfsschirms nicht entfalten, die Landekapsel stürzte ab. Der Kosmonaut Wladimir Komarow starb beim Aufprall.

15. November 1967 – Raketenflugzeug Typ: X-15

Bei einem Flug des Raketenflugzeuges Typ X-15A verlor der Pilot die Kontrolle. In 80 km Höhe  zerbrach das Flugzeug beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Der Pilot Michael Adams wurde getötet.

14. April 1970- Apollo 13

Bei der amerikanischen Mission Apollo 13 explodierte 55 Stunden nach dem Start ein Sauerstofftank. Die geplante Mondlandung musste abgesagt werden, alle drei Mannschaftsmitglieder wurden gerettet. 1995 wurde das Drama verfilmt, siehe Apollo 13 (Film).

29. Juni 1971- Sojus 11

Bei der Landung der Rückkehrkapsel des Raumschiffs Sojus 11 erstickten die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow. Ein Frischluft Modul hatte sich beim Absprengen des Service-Moduls nach erfolgtem Bremsmanöver noch im All zu früh geöffnet, so dass die Atemluft aus der Rückkehrkapsel entwich. In der Kapsel trugen die Kosmonauten keine Druckanzüge.

26. Juni 1973 – Kosmos-3M

Bei der Explosion einer startklaren Kosmos-3M-Rakete auf der Startrampe kamen am Kosmodrom Plessezk neun Personen ums Leben.

5. April 1975- Sojus 18.1

Bei der Sojus-18-1-Mission versagte die Trennung der dritten Stufe, die Kosmonauten wurden durch das normale Landesystem gerettet, erlitten aber innere Verletzungen.

18. März 1980 Wostok-2M

Während des Auftankens explodierte in der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk direkt auf der Startrampe eine Wostok-2M-Rakete. 48 Menschen wurden getötet.

28. Januar 1986 – Challenger

Die Raumfähre Challenger zerbrach 73 Sekunden nach dem Start. Sieben Astronauten (Dick Scobee, Michael Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Judith Resnik, Gregory Jarvis und Christa McAuliffe) starben. Vor dem Unglück absolvierte die Challenger neun vollständige Flüge mit insgesamt 987 Erdumkreisungen. Sie war insgesamt 69 Tage im Weltraum. Als Grund wurde das Versagen eines oder mehrerer Dichtungsringe in einer der seitlichen Feststoffraketen ermittelt. Später wurde bekannt das Verantwortliche bei der NASA bereits von dem Problem wussten. Obwohl das Risiko hoch war willigten die Verantwortlichen NASA Manager ein das Raumschiff zu starten.

25. Januar 1995 – CZ-2E

Eine chinesische Trägerrakete vom Typ CZ-2E stürzte nach dem Start ab. Trümmer töteten nach offiziellen Angaben 21 Bewohner eines Dorfes, laut westlicher Medienberichte etwa 120. In China wurden schon öfter Zivilisten Opfer von Raketen explosionen.

15. Februar 1996 – CZ-3B

Wenige Sekunden nach dem Start vom Kosmodrom Xichang wich eine chinesische CZ-3B mit einem kommerziellen Intelsat-Kommunikationssatelliten vom Kurs ab und schlug in einem nur wenige Kilometer entfernten Dorf auf, wo die noch nahezu vollbetankte Rakete explodierte. Medien und westliche Experten wurden nicht an den Unfallort gelassen. Offiziell wurden von der chinesischen Führung 6 Tote und 57 Verletzte bestätigt, inoffizielle Stellen sprechen von bis zu 500 Toten.

15. Oktober 2002- Sojus-U

Eine Sojus-U-Rakete stürzte nur Sekunden nach dem Start in Plessezk zurück auf die Startplattform und explodierte. Ein Soldat wurde durch die Explosionsdruckwelle in einem benachbarten Gebäude getötet. Die Opfer von Raketen Unglücken können also nicht nur die Astronauten selbst sein, sondern oft auch Techniker oder andere Personen die sich zu nah an der Startplatform aufhielten.

1. Februar 2003 – Columbia

Bei der Rückkehr zur Erde wurde die Raumfähre  aufgrund einer beim Start erfolgten Beschädigung des Hitzeschildes zerstört. Sechs amerikanische und ein israelischer Astronaut starben (Rick Husband, William C. McCool, Michael P. Anderson, David M. Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und Ilan Ramon).

22. August 2003 – Trägerrakete VLS-1

Von Agência Brasil (Rose Brasil/ABr)

Die brasilianische explodierte bei Startvorbereitungen und tötete 21 Techniker.

31. Oktober 2014 – SpaceShipTwo-Prototyp

SpaceShipTwo ruht unter dem Mutterschiff WhiteKnight2 in einem Hangar in Mojave, Ca. SpaceShipTwo wird am Montagabend am Flughafen Mojave sein weltweites Debüt für Würdenträger und zukünftige „Astronauten“ geben. Von Virgin Galactic/Mark Greenberg

Bei einem Testflug stürzte der SpaceShipTwo-Prototyp VSS Enterprise ab. Einer der beiden Piloten, Peter Siebold, konnte sich per Fallschirm retten, Mike Alsbury kam ums Leben.


Das waren alle bekannten Unfälle in der Geschichte der Raumfahrt bei denen tragischer Weise Menschen ums Leben kamen. Auch wenn schon so viele Menschen in der Raumfahrt ums Leben gekommen sind, ist sie deutlich Sicherer als Autofahren oder auch nur zu Fuß durch die Stadt laufen.

Quelle